Dienstag, 28. Oktober 2014

Daumendrücken erbeten

Heute Mittag um 13 Uhr habe ich einen Termin mit den potentiellen neuen Chefs um über Kohle zu sprechen. Ich würde mich über ein paar gedrückte Däumchen sehr, sehr, sehr freuen.

Ich bin nicht richtig nervös, aber ich hoffe so sehr, dass wir uns gut einigen können.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Soll ich oder soll ich nicht?

Urlaub vorbei, Alltag regiert wieder.

Seit 1,5 Wochen hat mich das Arbeitsleben wieder. Ich hätte durchaus noch länger urlauben können, aber die ersten Arbeitstage waren nicht so schlimm wie befürchtet. Ich wurde von meiner Chefin so lieb empfangen, dass ich insgeheim nach der versteckten Kamera Ausschau gehalten habe. Sie hat sich ganz herzlich und ausführlich für meine tolle Arbeit bedankt und mich eine große Bereicherung für das Büro genannt. Das hat mich ehrlich sehr gefreut. Vor allem, weil das erste Jahr in diesem Job so hart war, dass ich ständig hinschmeißen wollte. Ende Februar diesen Jahres war ich noch fest entschlossen, meinen Arbeitsvertrag einfach auslaufen zu lassen, weil ich mich so wenig wertgeschätzt gefühlt habe und dachte, dass der Stress in keiner Relation zum Gehalt steht. Ich verdiene dort nicht wenig, aber ich habe mit dem Job und dem Arbeitsklima so sehr gehadert.

Seit März hat sich einiges verbessert und seit ca drei Monaten ist es nun so, wie es schon die ganze Zeit hätte sein sollen. Wir haben einen wirklich freundlichen und respektvollen Umgang miteinander, ich fahre nur noch drei Mal in der Woche die 40km einfache Strecke, ich schaffe in der Zeit aber unheimlich viel weg, was von meiner Chefin und den Kollegen gesehen und anerkannt wird. Ich fühle mich mit den Menschen wohl, obwohl es schwierige Charaktäre sind. Also eigentlich bin ich mit den Umständen gerade sehr zufrieden. Die Nachteile sind die hohen Fahrtkosten, der lange Montag (mindestens 10 Stunden, was aber nicht regulierbar ist und nichts mit meiner Teilzeit zu tun hat), schwierige Urlaubsplanung (im Prinzip nie um Feiertage herum möglich wie z.B. zwischen Weihnachten und Neujahr, wobei sich das in letzter Zeit gebessert hat), viel Chaos im Büro (Unordnung, wenig Raum und zeitweise zu viele Menschen, phasenweise bin ich aber auch komplett alleine) hohe Verantwortung für sehr viel Bargeld und Buchhaltung, aktuell keine Perspektive mich zu steigern. Mein Gehalt ist für Teilzeit gut, für das, was ich leiste, aber nur ok.

Nun habe ich ein Angebot von einer anderen Firma bekommen. Ich würde vermutlich fünf Wochenstunden weniger arbeiten, hätte einen Arbeitsweg von unter 5km einfache Strecke, zeitliche Flexibilität zu Ferienzeiten wäre gewährleistet, ein sehr schönes Büro und nette Chefs (zumindest soweit ich das beurteilen kann). Aufgabentechnisch ist es erstmal ein Rückschritt (Backoffice) und nicht so spannend wie mein jetziger Job, dafür aber sicher auch nicht so anstrengend, allerdings mit Perspektive auf berufsbegleitendes Fernstudium/Fortbildung in einem ganz neuen Feld. Über Geld haben wir noch nicht gesprochen, ich denke aber, dass wir uns einigen können. Allerdings wäre es für mich keine Option, wenn unter´m Strich nicht das Gleiche übrig bliebe wie jetzt.

Die eigentliche Frage lautet: Soll ich meinen Job, der sich gerade endlich gut anfühlt, der nicht perfekt, aber vollkommen ok ist, für etwas Neues aufgeben?

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Self Retreat

Da wir in diesen kurzen Ferien nicht wegfahren und der Mann ohnehin keinen Urlaub hat, habe ich überlegt, wie ich die Zeit dennoch am besten nutzen kann, um mich zu erholen. Einfach Faulenzen, Lesen und Rumliegen ist ja gut und schön, aber das hatte ich quasi schon am Sonntagabend satt. Das Kind möchte viel mit seinen Freunden unternehmen und mit zunehmendem Alter immer weniger mit seinen Eltern, so dass ich unweigerlich in den Genuss von Freizeit komme. Meist ziehen die Ferien trotzdem wie im Zeitraffer an mir vorbei und kaum hat der Urlaub begonnen, ist er auch schon wieder vorbei. Das frustriert mich und wenn es wieder an die Arbeit geht, fühle ich mich nicht erholt und demotiviert.

Beim Grübeln über meinen Ferienzeitvertreib kam mir als erstes in den Sinn, dass ich liebend gerne die Yoga-Reise meiner Yoga-Lehrerin mitgemacht hätte. Warum ich gerne mitgefahren wäre? Weil ich mich nach innerem Gleichgewicht, Entspannung und und einer Wohltat für meinen Körper gesehnt habe. Das ging aus kinderbetreuungstechnischen und finanziellen Gründen nicht. Dennoch wollte ich eine Möglichkeit finden, wie ich meinem Körper und meinem inneren Gleichgewicht ein bisschen auf die Sprünge helfen kann.

Nun habe ich täglichen Sport auf meinen Urlaubsplan geschrieben und meine Ernährung testweise etwas umgestellt. Seit ein paar Monaten plagen mich drei Extra-Kilo, die ich gerne wieder verabschieden möchte. Das klingt nicht viel, aber auf mein Wohlbefinden wirkt es sich aus. Außerdem zog es in mich in letzter Zeit mehr zu deftiger Nahrung (Belohnung?) als zu Gemüse und Obst. In der Alltagshektik habe ich oft das Problem, mich gesund zu ernähren. Meist fällt das Frühstück aus, zu Mittag wird schnell im Büro irgendwas während der Arbeit reingeschaufelt und abends möchte ich dann was Leckeres essen. Meist hängt dann der Magen schon so in den Knien, dass es davon auch viel sein muss. Der Wunsch nach einer Ernährungsumstellung rührt nicht allein aus der Zahl auf der Waage, sondern viel mehr aus dem Bedürfnis nach vollwertiger Nahrung und danach, dem Essen und Zubereiten der Speisen wieder mehr Zeit zu widmen. Also habe ich diese Woche jeden Morgen Porridge mit Obst gefrühstückt, mittags Kohlenhydrate und Gemüse nach Lust und Laune gegessen und abends auf Kohlenhydrate verzichtet. Der Vorteil ist spürbar. Ich habe deutlich mehr Obst und Gemüse gegessen, als ich es sonst getan hätte. Ich habe bisher komplett auf Fleisch verzichtet und auch keinen Alkohol getrunken (Kohlenhydrate am Abend...). Zudem war ich täglich beim Sport. Montag nur ein Stündchen Kurs, gestern zwei, weil ich beide so mochte und heute werde ich eine Tai Bo Stunde mitmachen. Ich fühle mich fit und ausgeruht und kein bisschen hungrig. Allerdings zeigt die Waage schon 1,8 Kilo weniger an. Schön, das freut mich.

Da das Ganze keine Abnehmkur sein soll, sondern ich ganzheitlich profitieren möchte, versuche ich, mir schöne Oasen zu schaffen. Mich nachmittags mit Buch und Tee auf´s Sofa zu setzen. Mit Freunden zu telefonieren, die ich schon lange nicht gesprochen habe, weil ich im Arbeitsalltag abends einfach keine Lust mehr habe zu reden. Viel mit meinem Kind zu spielen, mir ein Räucherstäbchen anzuzünden und einfach zu entspannen.

Heute war ich mit dem Kind und drei Freunden in einem Spaßbad mit angrenzender Saunalandschaft. Wir haben schön getobt, sind gerutscht und haben uns im Wellenbad treiben lassen. Aber die Jungs sind auch schon alt genug, dass ich sie für 45 Minuten allein lassen konnte und in der Zeit habe ich mir einen schönen Saunagang gegönnt. Das war für uns alle ein toller Tag.

Schade, dass die Zeit trotzdem so schnell vergeht und heute schon Mittwoch ist. Ich habe dennoch jeden Tag genossen und bin gespannt, was der morgige so bringt.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Urlaub

Habe ich jetzt. Eine ganze Woche lang und durch den Feiertag am Freitag, habe ich sogar noch einen Extra-Tag geschenkt bekommen.

Freitag hatte der Vater vom Mann Geburtstag und dort sind wir (nachdem wir seeeehr lange ausgeschlafen haben) auch hingefahren. Abends hat das Kind bei meiner Mama geschlafen und ist somit in den Genuss von enorm viel Großelternzeit für einen Tag gekommen. Der Mann und ich haben uns schön auf dem Sofa eingemummelt und zwei Filme geschaut (Maleficent und Erbarmen).

Gestern habe ich meine Mädels in der Stadt getroffen. Erst gab es eine Runde Sushi und viel Geschnatter, bis wir wieder auf dem aktuellen Stand waren. Danach stand a little shopping auf dem Plan. Weil ich diesen Monat (obwohl erst der 05. ist) schon ordentlich zugeschlagen habe, gab es nur einen Kuschelschal, eine Kuschelleggings und diverse Teesorten (Gummibärchentee z.B.- lecker!). Merkt man, dass ich schon herbstlich gestimmt bin? Das Kind hatte dann noch Übernachtungsbesuch, der immer noch da ist, und gerade wird Schach gespielt, dass sich die Balken biegen. Die zwei Kinder gegen den Mann (inklusive hitziger Diskussion). Ich sitze derweilen auf dem Sofa und beobache das Spektakel bei Tee und der August-Ausgabe der Vanity Fair. Wie man sieht, bin ich etwas im Verzug. Deshalb muss die Yoga-Zeitschrift, die ich die ganze Zeit beäuge, noch etwas warten.

Gleich werde ich zum Zumba gehen. Durch das viele Faulenzen habe ich große Lust, mich ein bisschen zu bewegen. Und vielleicht kann ich den Rest noch zu einem kleinen Spaziergang überreden. Das Wetter ist heute zwar grau und ein bisschen nass, aber genau richtig für eine Runde im Wald, nach der man sich mit Kakao wieder aufwärmen kann.

Habt ihr für heute noch Pläne?