Sonntag, 31. August 2014

Mädelszeit

Samstagsfazit: Du merkst, dass du älter wirst, wenn die Jungs im Club dich eher an deinen Sohn als an deinen Mann erinnern.

Gestern haben wir in den Geburtstag einer meiner besten Freundinnnen gefeiert und hatten einen tollen Mädelstag. Wir haben uns schon mittags in der Stadt getroffen und geshoppt, dass die EC-Karten glühten (ich habe mich beherrscht, war dafür abends aber auch die Einzige, die Frust vor dem Kleiderschrank geschoben hat, als es um das Partyoutfit ging). Zwischendurch haben wir uns beim Koreaner gestärkt, ganz viel geredet und sind abends, eigentlich schon völlig erledigt, nach Hause gefahren. Bei einer guten Playlist und einer Flasche Geburtstagschampagner haben wir uns aufgehübscht. Und weil das in unserem Alter etwas länger dauert, sind wir gerade noch rechtzeitig in der Cocktailbar unseres Vertrauens angekommen, um bei einem Mojito auf das neue Lebensjahr und den Schnapszahlengeburtstag (33) anzustoßen.

Anschließend wurde getanzt, gefeiert und gelacht und mir ist klar geworden, dass das letzte Mal schon sehr lange her sein muss, bei dem wir drei so zusammen waren, also außerhalb einer unserer eigenen vier Wände. Wir machen das viel zu selten. Zum einen ist der Alltag, die Arbeit und die Familie so omnipräsent, dass wir nicht die Zeit und Muße finden, noch das Haus zu verlassen. Zum anderen geht Ausgehen auch immer etwas mit "sich zeigen" einher und häufig fühlen wir uns einfach nicht danach. Fühlen uns unwohl in unserer Haut, zu dick, zu alt, die Haare nicht schön genug, was auch immer. Totaler Quatsch.

Das andere Samstagsfazit ist, dass Freunde etwas ganz wunderbares sind und dass Älterwerden gar nicht weh tut, dass man mit 30 andere Qualitäten hat als mit 20, aber dass das auch vollkommen ok ist. Und wenn man dann feststellt, dass man trotzdem noch eine tolle Wirkung hat und dich scheinbar keiner zu dick, zu alt oder deine Haare nicht schön genug findet, ist doch alles in Butter.

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