Sonntag, 10. Juni 2012

Laufen: Das Ergebnis

Hallo ihr Lieben!

Ich wollte euch noch von meinem Lauf berichten. Vor dem Start war ich wirklich richtig aufgeregt! Die Masse an Läufern aller Altersklassen, die auf mich Newbie recht professionell gewirkt hat, hat mich ehrlich etwas eingeschüchtert. Zudem hatte ich mit Magenschmerzen zu kämpfen (esst nichts!!! in den mindestens 1,5 Stunden vor dem Start, oder höchstens eine Banane), vermutlich dank eines Eiweißriegels, den ich mir aus Angst vor einem Schwächeanfall kurz vor Ziel, nicht verkneifen konnte.

Als der Startschuss fiel und sich die Menschenmasse in Bewegung gesetzt hat, war ich absolut motiviert und voller Ehrgeiz, eine gute Platzierung zu schaffen. Ich musste mich sehr beherrschen, nicht zu schnell zu starten. Dank meiner Runtastic-App konnte ich mein Tempo aber gut kontrollieren und mich ordentlich zügeln. Das Blödeste wäre es gewesen, am Anfang zu schnell zu sein und dafür durch´s Ziel schleichen zu müssen. Ich wollte "gemütlich" starten und das Tempo ab der 2. Hälfte konstant steigern. Mit ca 10,5km/h ist man nicht gerade gemütlich unterwegs, aber wenn man beinahe ausschließlich überholt wird, kann es einem schon so vorkommen. Ich habe mich durch die ganzen Flitzer aber nicht beirren lassen und bin das für mich passende Tempo gelaufen. Der Lauf an sich war super, die Strecke toll und auch das Wetter hat glücklicherweise mitgespielt. Die Zuschauer am Rand, die die Läufer angefeuert haben, haben mich wirklich motiviert und alles in allem hat es mir einen riesigen Spaß gemacht.

Mein Plan ist aufgegangen, ab der Hälfte haben die ersten Läufer geschwächelt und mussten zum Teil kurze Strecken gehen oder sehr langsam laufen, da habe ich einige Plätze gut gemacht. Hart wurde es dann, als es streckenweise leicht bergauf ging. Es hat sich zwar in der Realität nur um Hügel gehandelt, aber mir kam es vor, als wäre ich den Mount Everest hochgelaufen. Nichtsdestotrotz habe ich den schwierigen Teil der Strecke irgendwie gemeistert und mich wieder auf der geraden Strecke, die zum Ziel geführt hat, befunden. Die letzten 2,2km lief man am Rhein entlang und konnte in der Dunkelheit das Blitzlichtgewitter bei der Ziellinie erkennen. Ich wusste also ganz genau, welche Distanz noch zu bewältigen war. Dank meiner grandiosen Playlist, die zum Ende hin natürlich nur noch House Nummern mit gutem Beat zu bieten hatte, habe ich zum Ende hin noch mal richtig Gas gegeben. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mir leicht fiel, aber ich wollte meine Zeit schaffen und habe mich mit meinem Tunnelblick und den wummernden Beats einfach durchgebissen, das Hirn ausgeschaltet und nur noch funktioniert. Die letzten Meter zu laufen, während links und rechts jubelnde Menschenmassen stehen, man die Stimmen seiner eigenen "Fans" hört und die Ziellinie zum Greifen nahe ist, man selbst aber das Gefühl hat, das einen die Kräfte jeden Moment verlassen, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich bin die letzten 100(?) Meter gesprintet und konnte noch einige Läufer überholen. Das hat mich ordentlich gepusht und es mir ermöglicht, über meine eigene Grenze zu gehen. Aus reinem Spaß hätte ich mich nicht so treten können.

Voller Adrenalin und purem Glück habe ich die Zielline passiert und gewusst, dass ich eine gute Zeit gelaufen bin. Ich bin dämlich grinsend ein paar Minuten hin und her gegangen, um keinen Kreislaufkollaps zu riskieren und habe dann meine Mutter und den Muckel gesucht, die sich beide einen Ast abgefreut haben. Der Mann ist nur wenige Minuten nach mir in´s Ziel eingelaufen und kann wirklich stolz sein, da er sich erst seit ein paar Wochen überhaupt wieder sportlich betätigt und noch nie 10km am Stück gelaufen ist.

Die Platzierung wurde schon recht schnell veröffentlicht und ich habe nicht nur mein eigenes Ziel unterboten (offiziell nur unter 60min zu kommen, inoffiziell wollte ich es unter 55min schaffen), sondern bin von insgesamt über 2.000 angemeldeten Läufern, mit einer Zeit von 53´44 bei den Frauen auf Platz 168 gekommen. Wtf?!? Das hätte ich selbst nicht für möglich gehalten!

Fazit: So ein offizieller Lauf macht richtig Spaß, ist sehr aufregend und wenn man seine eigenen Ziele erreicht, auch unbeschreiblich erhebend! Für das erste Mal bin ich mehr als zufrieden, ja sogar richtig stolz auf mich (und das bin ich nicht oft).

Hier noch ein Foto meiner Startnummer. Die hat mir auf jeden Fall Glück gebracht :-).


Kommentare:

  1. Hi, tolle Seite. Ich habe auch mit dem Joggen begonnen weil ich ein paar Kilo abnehmen will. Gesunde Ernährung und Sport helfen mir sicherlich bei meinem vorhaben. Laufen ist einfach klasse.

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  2. Schön, dass es dir hier gefällt :-). Herzlich Willkommen und viel Erfolg bei deinem Vorhaben!

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