Dienstag, 14. Juni 2011

Ode an die Weiblichkeit

Letztens beim Mädelsabend, bei Sushi und Wein, sind wir Kurz-vor-Dreißiger *hüstel* Mädels, mal wieder bei dem unumgänglichen Thema Körpergefühl/ Wohlbefinden gelandet und somit auch zwangsläufig auf das Thema Gewicht zu sprechen gekommen.

Warum ist das bei uns Ladies eigentlich so? Glaubt ihr allen Ernstes, Männer fangen an, sich bei irgendwelchen Sauf- oder Spielorgien über ihr Gewicht, den Bauchspeck oder mangelnde Brustmuskulatur auszuheulen?

Ernsthaft, wir sind doch das schönere Geschlecht (zweifelsohne sogar) und anstatt unsere Reize auszunutzen, und uns wahnsinnig sexy und begehrenswert zu fühlen, kleiden wir uns ab dem ca 30. Geburtstag nur noch in (vorzugsweise schwarze) Säcke (macht schlank), verkneifen und beinahe alles, was lecker ist (macht schlank) und treiben Sport und noch nicht mal einen, der auch Spaß macht, sondern BBP (in einem frühreren Leben auch gerne Problemzonengymnastik genannt- denn auch das macht- wer weiß es?- schlank). Wie die Irren, schmeißen sich durchaus ansehnliche Geschöpfe jeden Alters (aber immer gleichen Geschlechts) auf Crosstrainer, Liegefahrräder, Vibrationsplatten, oder robben unter Zuhilfenahme von Gummibändern, Gewichten oder Klötzchen auf Gummimatten herum und quälen sich beinahe genüßlich bis zur vollkommenen Erschöpfung (spürst du, wie dein Fett verbrennt?) und das alles nur, um das eine, das wahre Ziel zu erreichen, sich endlich im eigenen Körper wohlzufühlen, ihn zu lieben, statt zu verachten und sich mit vor Stolz geschwellter Brust (und eingezogem Bauch) zur Not auch im Bikini präsentieren zu können, ohne die Schamesröte im Gesicht mit einer extra dicken Schicht Kompaktpuder verbergen zu müssen.

Ich kenne jede Menge Frauen, die nach oben genanntem Schema verfahren (ja, ich gehöre auch dazu), dennoch aber keine einzige, die den heiligen Grahl auch jemals erreicht hätte. Es sind immer nur 2-3 Kilo bis zum Wunschgewicht, nur 2-3 Kilo die zwischen Sack oder engem Top mit Jeans entscheiden. Wie der Esel, dem man an einer langen Angel die köstliche Mohrrübe vor die Nase hält und der rennt und rennt, um endlich den verheißungsvollen Leckerbissen zu erhaschen, hetzen wir der Traumfigur hinterher und verpassen sie doch immer nur um wenige Zentimeter (Körperumfang). Fragt man jedoch diese Frauen, was passiert, wenn sie aufhören zu diäten und sich nicht mehr zum Sport quälen, erhält man erstaunlicherweise oft die Antwort, dass sie auch nicht immens zunehmen (so 2-3 Kilo), sich also zu den 2-3 Kilo, die sich nicht weg quälen lassen, eben auch nur 2-3 Kilo gesellen, die zumindest aus echtem Genuss und wohliger Trägheit entstanden sind.

Den zu den Frauen gehörenden Männern, wären die 4-6 Kilo wahrscheinlich absolut wurscht, wenn sie dafür nicht ständig Salat essen müssten, wieder mehr Sahne in die Saucen wandern würde, man beim fernsehen zu zweit genüsslich Eis vernaschen könnte und ihre Frauen endlich das Jammern über Hüftspeck bleiben ließen. Ich bin zu 100% sicher, dass den betreffenden Männern eine zufriedene, entspannte Frau viel mehr Glück bescheren würde, als ein flacher Bauch oder eine große Lücke zwischen den Schenkeln es je könnten (zumindest wenn man von einer Beziehung mit besagter Dame ausgeht und nicht von einem One Night Stand). Ich bin sogar der festen Überzeugung, dass viele Flauten in deutschen Betten nicht aus Langeweile am eigenen Partner oder luftballonleeren Beziehungen resultieren, sondern ein Symptom des weiblichen Figurfrustes sind. Frauen, die sich im eigenen Körper unwohl fühlen und deshalb Schwiergikeiten haben sich gehen zu lassen, beschäftigen sich zum Teil mehr mit der Frage, ob sie gerade unvorteilhaft aussehen, als mit dem eigentlichen Geschehen.

Das Problem ist also in meinen Augen nicht das tatsächliche Aussehen (denn ich bin sicher, dass jede von uns auf ihre eigene Art und Weise heiß und wunderschön ist), sondern die Selbstwahrnehmung, die uns vorgaukelt, grundsätzlich ein paar Ligen unter der zu sein, in der wir tatsächlich spielen. Deshalb sollten wir, auch wenn es abgedroschen klingt, endlich anfangen, das Schöne im Spiegel zu sehen und aufhören, den Blick kritisch und zielsicher sofort auf unsere Problemzonen zu heften.


Montag, 6. Juni 2011

Der Blog ist tot, es lebe der Blog

Irgendwas hat bei Blogger in letzter Zeit überhaupt nicht gestimmt und deshalb konnte ich weder selbst bloggen noch Kommentare auf anderen Blogs hinterlassen. Nun scheint wieder alles perfekt zu funktionieren und da auch das Wetter heute fies ist und mich nicht nach draußen zieht, schlunze ich eine Runde auf dem Sofa rum und schwafel über Zeug, dass wahrscheinlich nur mich interessiert.

Erstmal war da die Douglas Box of Beauty, über die wahrscheinlich schon jede Menge berichte im Netz kursieren. Nun kommt ihr auch noch in den Genuss des meinigen :-).

Die Box hat mich nicht enttäuscht, das vorweg. Ob man 10,- nicht auch in Sinnvolleres investieren kann sei dahin gestellt, mir hat sie jedenfalls Freude gemacht.



Die Box ansich ist sehr hübsch und stabil und eignet sich prima, um Kleinkram darin aufzubewahren oder selbst etwas darin zu verschenken. Ich habe vor, alle Dinge, die mich nicht so sehr interessieren, zu sammeln und sie an meine Mama zu verschenken, die sich selbst nie so etwas kaufen würde und mit sich selbst sehr knausrig ist.


Der Inhalt ist nett. Der Nagellack ist wunderschön, lässt sich toll auftragen, deckt gut und hält sehr lange (mein absolutes Highlight!). Der Ponytail-Styler erwischt sehr gut störrische Härchen und glättet, ohne die Haare fettig wirken zu lassen. CK One ist eben CK One, aber in einer schönen, praktischen Größe mit Schraubverschluss und somit absolut handtaschentauglich (meine Mama wird es lieben) und die Mascara ist insofern kein Ärgernis, als dass ich jetzt weiß, dass ich sie nicht zu kaufen brauche, weil sie in meinen Augen nichts taugt. Die Creme von Shiseido habe ich noch nicht getestet, weil ich den typischen Shiseido-Duft überhaupt nicht riechen kann. Fazit: Kein richtiger Flop und somit bin ich durchaus mit der Box zufrieden.

Dann kann ich noch vermelden, dass ich nicht nur beim Kosmetik-Shopping glücklich geworden bin, sondern im letzten Monat richtig viele Schuhe erstanden habe, die ausnahmsweise auch richtig bequem und schön sind. Mein Lieblingspaar sind diese Ballerinas in schwarz. Sie sind unglaublich bequem und hübsch, einziges Manko: sie machen ziemlich schwarze Füße (hat jemand einen Tipp, wie man das vermeiden kann?), dafür bekommt man nicht den Hauch einer Blase oder schwitzige Füße. Dann habe ich mir noch ein paar schwarze Business-Pumps aus Glattleder geholt und ein neues Paar Laufschuhe, die mich jetzt schon sehr glücklich machen, weil sie herrlich bequem sind und leicht wie eine Feder.

Natürlich mache ich auch noch andere Dinge, außer einzukaufen und da das Kind am Mittwoch bei einem Freund übernachtet hat, haben der Mann und ich die Gelegenheit genutzt, um der Küche einen neuen, rosafarbenen Anstrich zu verpassen. die nötige Verpflegung beim Pinseln durfte natürlich auch nicht fehlen:


Die Küche ist also nun wieder sehr hübsch anzuschauen und lädt dazu ein, sich lange in ihr aufzuhalten und leckere Dinge zu zaubern wie z.B. die leckere Zucchini-Pizza der lieben Coolcat, die mittlerweile ganz oft auf unserem Speiseplan landet.



Auch ihre Blätterteig-Tartes sind ein Gedicht und lohnen sich, nachgemacht zu werden:



Zum Abschluss noch eine kurze Hommage an mein schmerzlich vermisstes Mittagessen, das ich mir in EHEC-Zeiten gerade schmerzlich verkneife.


Ernsthaft, der Verzicht auf Fleisch oder Schokolade schmerzt mich nicht so sehr, wie der des frischen und rohen Gemüses. Ein Brot ohne Tomaten oder Gurke möchte mir so gar nicht schmecken und die Wassermelone, die kiloweise als Ersatz herhalten muss, ist nun mal einfach nicht das Gleiche. Esst ihr eigentlich noch alles, oder sind bei euch auch gewisse Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen?

So, das Unwetter naht, deshalb ziehe ich nun besser den Stecker und greife zum Buch.