Freitag, 8. Oktober 2010

Was Schönes

Da ich scheinbar dazu neige, überwiegend meine negativen Erlebnisse/Eindrücke mit euch zu teilen, erzähle ich euch heute mal von meinem schönen Tag:

- Gestern Abend habe  ich mir mal richtig viel Zeit für mich genommen, habe endlich mal meine Fingernägel manikürt, mir 15 Minuten unter der Sonnenbank gegönnt und danach den Yoga-Kurs im Fitnessstudio besucht. Bis letzte Woche habe ich gedacht, dass Yoga nur was für Schnarchnasen ist und mehr meditativen als sportlichen Charakter hat. Mittlerweile wurde ich eines Besseren belehrt. Ich habe nach der ersten Stunde einen fetten Muskelkater gehabt und liiiiebe, die Entspannung und Schwere der Muskulatur nach der Stunde. Gestern habe ich sogar schon für ca 2 Sekunden die Krähe geschafft *stolzbin*.

- Heute früh, nachdem der kleine Mensch und der große Mann das Haus verlassen haben, ging das Beauty-Programm weiter. Statt dem üblichen, freitäglichen Hausputz, habe ich mich voll und ganz dem Ninivee-Körperputz hingegeben. Eine Dusche, Haarkur, Ganzkörperpeeling, Gesichtsmaske, Pediküre und Make Up Session später wollte ich zur Vollendung meines gigantischen Looks nur noch meine Haare glätten, bevor es um 11:30 Uhr in die Stadt zu einem spannenden Fotoshooting einer befreundeten Fotografin gehen sollte. Mit Schrecken habe ich um 11:05 Uhr beim besagten Haarglätten festgestellt, dass mein Pony im friesiertem Zustand so lang ist, dass ich nichts, aber auch gar nichts mehr sehen konnte. Also schnell alle Utensilien und Accessoires zu den diversen Schuhen in eine große Tasche geschmissen und in die Stadt gedüst. Intuitiv und sehr optimistisch (was sonst überhaupt nicht meinem Naturell entspricht) bin ich zwei Haltestellen nach der eigentlichen ausgestiegen, habe einen Friseurladen gestürmt und den erstbesten Hairdresser um Hilfe angebettelt. Das Schicksal hat´s aber auch wirklich gut mit mir gemeint, so dass ich um 11:25 Uhr mit wehenden Fahnen (und ohne einen Cent bezahlt haben zu müssen) schnurstracks zum Fotoshooting gehetzt bin.

Das Shooting selbst war mein bisher ausgeflipptetes und wurde in einem stillgelegten Schwimmbad fotografiert. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich habe selten "bei der Arbeit" so viel gelacht. Außer mir war noch ein wunderschönes, blutjunges, schwarzes Model mit einer wahnsinns Figur am Set, durch das ich mich erst schrecklich eingeschüchtert gefühlt habe. Aber so verklemmt ich anfangs war, weil ich mich zu alt und zu kräftig gefühlt habe, so locker war ich später und konnte mich zu vielen Blödeleien überreden lassen. Die Bilder werden in einem Laden in der Stadt ausgestellt und ich hoffe, dass ich selbst mit dem Ergebnis auch zufrieden sein werde.

Jetzt warte ich auf den Schatz, damit er mir beim Kochen zur Hand geht, ich bin nämlich richtig platt, wegen eines riesen Stückes Apfeltorte gar nicht hungrig und möchte am liebsten ganz schnell auf´s Sofa.

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