Dienstag, 28. September 2010

Huhu

Ich winke euch kurz aus dem Loch, in dem ich gerade sitze.

Heute fühle ich mich so richtig nach Bettdecke über den Kopf ziehen und weinen. Ist mir alles zu viel gerade. Objektiv gesehen ist nichts mistiger als sonst auch, es fühlt sich nur viel schlimmer an. Weltschmerz im großen Stil, Hypersensibilität und Nerven so hauchzart wie Seidengaze, Kälte, Frust und Müdigkeit.

Das Bedürfnis in starke Arme fallen zu dürfen. Der Mann zu den Armen braucht aber selbst eine Stütze, braucht mich jetzt.

Mein Sonnenstrahl ist der kleine Mensch, dieser wunderbare kleine Mensch, der sich ganz großartig macht. Dem alles leicht von der Hand geht, der so unglaublich ausgeglichen, sich selbst bewusst und glücklich ist.

So, genug gejammert. Ich geh jetzt eine Runde basteln und Schreibschrift bestaunen.

Freitag, 24. September 2010

Frei.tag

Frei, so richtig frei habe ich heute. Ich habe den Tag ganz gemütlich angehen lassen. Habe am Morgen 1,5 Stunden Sport gemacht, mir danach ein leckeres Frühstück, so ganz in Ruhe, gegönnt, bin eine Weile durch´s www gesurft, habe Sudokus gelöst und möchte mich jetzt zum Hausputz aufraffen, damit wir´s heute Abend schön haben. Der Einkauf ist erledigt, das Essen für das Wochenende geplant und ich bin entspannt.

Die Woche war (mal wieder) ziemlich hart und der freie Freitag, der heute aufgrund einer Einladung zum Kindergeburtstag extra lang ist, ist wirklich ein Geschenk, das ich mir, so oft es geht, selbst mache. Manchmal kann ich den Vormittag genießen und manchmal (gerade dann, wenn es besonders nötig wäre), auch nicht. Heute kann ich und das erfüllt mich mit Glück! Jetzt krame ich gleich eine schöne CD raus, drehe die Musik auf und schwinge den Staubwedel. Die Sorgen dürfen heute auch Sorgen bleiben, ich zerbreche mir nicht den Kopf über sie. Ab Montag dürfen die Gedanken wieder Karussell fahren.

Samstag, 18. September 2010

Aaaaaaaaaaaaaaarghhhhhhhh

Kein Mensch Mann auf der Welt sollte seiner PMS geplagten, erschöpften, hungrigen und genervten Freundin, unmittelbar vor dem Wochenendeinkauf und nach einer sehr harten und langen Arbeitswoche mit einem sehr schmalem Haushaltsbudget, beim betrachten und untermalen mit Schmatzgeräuschen von Chefkoch-Rezeptbildern, mit nörgelndem Ausdruck folgenden Satz sagen: "Ich will mal wieder was Richtiges essen und auch ganz viel. Nicht nur immer sowas super Gesundes."

Bäääääääääääääääääh, ich kotze gleich! Ich drehe seit ca zwei Wochen jeden Cent zweimal um, versuche jeden Abend pünktlich das Essen fertig zu haben, habe trotzdem versucht, abwechslungsreich und männergerecht zu kochen und dass eigentlich (entgegen meine Überzeugung) in erster Linie günstig und reichhaltig anstatt besonders gesund - und dann sowas!

Echt, danke dafür. Hat es mir doch gezeigt, dass ich mir den ganzen Stress ruhig sparen kann. Mir reicht ein Brot am Abend und der Muckel kriegt unter der Woche seine warme Mahlzeit in der Schule... nur um den verkackten Samstagnachmittag ist es sehr schade. Aber ich fürchte, die Kurve kriegen wir heute nicht mehr.

Dienstag, 14. September 2010

Schnipsel

- Kopfchaos herrscht mehr denn je und paart sich mit bleierner Müdigkeit, was akute Übellaunigkeit zur Folge hat, aber auch eine merkürdige Form der Entspannung mit sich bringt. Komisches Gefühl.

- ich kann wieder lesen und habe nicht ständig das Gefühl, mich mit sinnlosen sinnigen Dingen beschäftigen zu müssen. Schönes Gefühl.

- die Arbeit läuft ok, mir wird aber stetig klarer, dass ich das sicher nicht die nächsten 10 Jahre noch machen möchte. Noch gar kein definiertes Gefühl.

- die fixe Idee macht mir momentan mehr Angst als Freude. Ich habe keine Ahnung, ob das was ist, oder ob es mir nur zeigt, dass das was ist, Nichts ist. Auf jeden Fall ist es also für irgendetwas gut. Beruhigend.

- ich will Sushi selber machen. Dringend.

- meine Pläne bezgl. Haushaltsführung vernebeln langsam ein bisschen. Der Arbeitsalltag lässt wenig Raum für Struktur (oder Perfektionismus?). Noch läuft alles halbwegs gut, aber mehr nachlassen sollte ich nicht.

- morgen gibt´s das erste Verlagsmeeting seit dem Fiasko. Ich bin sehr gespannt.

- die Beziehung ist nicht sehr bezogen. Wir wurschteln zur Zeit mehr nebeneinander her, als miteinander zu leben. Also klar, wir leben miteinander, aber nicht so richtig miteinander. Schade, aber für mehr fehlt auf beiden Seiten gerade die Energie. Ich hoffe ganz doll, das ändert sich in absehbarer Zeit.

So, jetzt seid ihr halbwegs up to date. Ach so, immer noch keine Klämmerchen :-).

Schändung

Wer "Erbarmen" von Jussi-Adler Olsen gelesen hat, sollte sich den 2. Fall von Komissar M. nicht entgehen lassen. Keine zwei Tage habe ich, trotz vieler Aktivitäten nebenher, gebraucht, um das Buch zu Ende zu lesen. Der erste Band hat mich längst nicht so stark gefesselt, deshalb hat es mich umso mehr in Erstaunen versetzt, wie vielversprechend die Reihe sich entwickelt. Schade, dass ich es so gierig verschlungen habe, stehe ich nun doch wieder orientierungslos vor dem Bücherregal.

Montag, 13. September 2010

Der Herbst kommt mit untrüglichen Zeichen daher...

... denn gerade haben wir den ersten Ofenkäse dieser Saison verputzt.

Donnerstag, 9. September 2010

*tiefseufz*

Mist, verdammter. Wenn ich nicht so dämlich wäre, die perfekte Hausfrau zu mimen und dem Herrn das Essen immer fein pünktlich, unmittelbar nach seiner allabendlichen Ankunft zu Hause zu servieren, würde es mich wohl kaum ärgern, dass ich 17 Minuten vor besagtem Zeitpunkt (und während ich in der Küche rotiere) einen Anruf mit der Information bekomme, dass er nun doch noch mit seinen Freunden zur Kirmes geht und nicht mehr, wie vereinbart vorher nach Hause kommt. Kacke, wann lerne ich denn endlich, nicht ständig anderen Leuten den Arsch hinterher zu tragen???

Dienstag, 7. September 2010

Bertil bis zum Hals im Schnee...

ist ein wunderbares Buch von Tiina Krohn, dass mich für ein paar kostbare Stunden in eine ganz andere Welt blinzeln liess. Wer nordische Romane und schöne, bildhafte Worte mag, ist damit gut bedient. Es ist genau das richtige Buch für ungemütliche kalte Tage und für Leute, die schon ein bisschen Lust auf warmen Tee und dunkle Abende haben.

Regendepression

So ein richtig doofer Sch**ßtag ist das heute! Dabei fing er gar nicht sooo schlecht an, wenn man davon absieht, dass der Wecker schon um 05:50 Uhr geklingelt hat, es kalt, ungemütlich und düster draußen war und ich mich immer noch hundemüde gefühlt habe, obwohl ich gestern schon um 22 Uhr ins Bett gegangen bin.

Arbeit Mist, Geld Mist, Wetter Mist, Kühlschrankinhalt Mist, dämlich Dame beim Amt Mist, Stimmung Mist, innere Zerissenheit Mist, Figur Mist, ALLES MIST.

Verzeihung, aber das musste heute mal raus. Ich hoffe, jetzt geht´s besser.