Montag, 29. März 2010

Der erste Osterferientag begann mit Bauchweh und einem Gefühl von Haltlosigkeit, Einsamkeit und Zukunftsangst. Wie große, heftige Wellen überkommt mich die Angst, wie es nach dem 31.03. weitergehen soll.

Ich werde nicht arbeitslos sein, wir werden nicht verhungern.

Ich bin nun wieder mein eigener Chef, arbeite selbstständig und vielseitig und wurde glücklicherweise auch schon für 2 Aktionen gebucht, die die Monate April und Mai retten werden. Lächeln und winken, Männer. Lächeln und winken. Am Donnerstag habe ich den ersten Tag beim Premiumautohersteller.

Unglaublich aufbauend und regenerierend ist die Vorfreude auf den gebuchten Urlaub. 15 Tage all inclusive Sonne, Strand und Meer. Wir besuchen den schwarzen Kontinent erneut, an für uns noch ganz unbekannter Stelle.

Freitag, 26. März 2010

Aaaargh

Ich hasse. hasse, hasse es, wenn der Mann freitags spontan Überstunden macht, aber auch das Auto hat. Echt megakacke ist das. Und ich lerne einfach nicht daraus. Dämlich, jede Woche wieder...

Montag, 15. März 2010

Moody Monday

Ich genieße heute die Stille. Da ich gestern noch ganz schön viel gearbeitet habe, darf ich es heute etwas ruhiger angehen lassen. Ja, ich darf. Bescheuerte Aussage, wenn man selbstständig ist, aber wahr ist sie dennoch. Ich habe große Schwierigkeiten mir etwas zu erlauben, zu gönnen und somit fällt es mir unglaublich schwer, die Vorteile meiner Heimarbeit gescheit zu nutzen. Ständig quält mich ein schlechtes Gewissen, wenn ich am Tag einkaufen gehe, oder das Fitnessstudio besuche. Andere, die ihre Zeit auch selbst einteilen können, würde ich dafür nicht verurteilen, aber mir selbst fällt es so schwer, zu akzeptieren und vor allen Dingen zu genießen.

Wer weiß, wie lange ich diesen Luxus eigentlich noch habe? Wer weiß, ob das jemals wiederkommt? Jetzt gerade habe ich das, was ich schon immer wollte. Flexibilität und Freiheit und doch fühlt es sich an wie ein Käfig. Ständig denke ich ,dass ich noch mehr schaffen müsste, dass es mir an Effizienz mangelt und an Schnelligkeit. Objektiv betrachtet ist das totaler Quatsch, meine Zeitpläne sind meistens unrealistisch straff geplant und erlauben keine Zwischenfälle und es gibt mir ein Gefühl größter Genugtuung, wenn ich sie dennoch einhalten kann. Keine festen Arbeitszeiten zu haben, lässt mich weder Anfang noch Ende definieren und so habe ich immer das Gefühl, dass ich noch dieses müsste und noch jenes müsste. Müsste, müsste, müsste. Ich bin mir selbst wirklich ein schlechter Chef...

Dienstag, 9. März 2010

Hmpf

Immer noch krank *seufz*. Zwar nicht mehr so, dass ich liegen müsste, aber immer noch genug um mich geistig beschränkt und körperlich schlapp zu fühlen. Trotz allem habe ich gestern ein Casting ganz gut hinter mich gebracht und bin recht zuversichtlich, ab dem 01.04. zumindest nicht verhungern zu müssen, wenn vom Verlag kein Geld mehr kommt. Ja, es steht fest. Wir sparen ab April mein Gehalt um fällige Lizenzen und anderes begleichen zu können. Eigentlich hätte ich wohl traurig darüber sein müssen. Merkwürdigerweise fühle ich mich seltsam befreit...

Sonntag, 7. März 2010

Schnief

Die Sonne scheint so wunderschön und Mann und Muckel sind draußen einen kleinen Berg besteigen. Und ich, ich hänge hier drinnen auf dem Sofa und schmachte die Sonne an, hab Hummlen im Hintern und will mich bewegen. Aber die dumme Erkältung ist scheinbar noch willensstärker als ich und so verbringe ich nun schon den 4. Tag in der Horizontalen. Bäh, ich mag nicht mehr.

Freitag, 5. März 2010

Freitag

Endlich Freitag. Der Freitag ist mir der liebste Tag in der Woche. Kein richtiger Arbeitstag mehr, da ich den Muckel schon früher aus der Schule hole und in mir die Erwartung eines großartigen Wochenendes. Samstag oder Sonntag kann man schon wieder enttäuscht darüber sein, dass das Wetter doch nicht so gut ist, wie erwartet oder dass man immer noch unausgeschlafen ist, dass der Abend mit der Freundin nicht so schön war, wie erhofft. Aber Freitag, ja Freitag, da steht alles noch auf null und man ist bemüht für den Startschuss bestmöglichst vorbereitet zu sein. Die Wohnung wird sauber, der Kühlschrank wird voll und die Laune steigt.

Ich liege kränkelnd auf dem Sofa und kann deshalb heute nicht mein freitägliches Sportprogramm absolvieren, deswegen habe ich heute viel Zeit zu putzen, einzukaufen und nebenbei noch ein bisschen zu arbeiten. Die Sonne scheint durch frischgeputzte Fenster und ich habe große Lust, mal wieder die Nähmaschine auszupacken. Langsam löst sich die Winterstarre und mein Kopf hat wieder Lust nach links und rechts zu schauen. Ich möchte spazierengehen, fahrradfahren, die Terasse entrümpeln und neue Blumen in die Töpfe pflanzen, ich möchte die Gartenmöbel neu lasieren und den Inhalt des Kleiderschranks nur auf das reduzieren, was mir wirklich gut passt, ich möchte Salat, Salat, Salat essen - frisch und knackig und nicht schon beim Einkauf welk- merkt man, dass langsam der Frühling Einzug hält? Ich möchte einen neuen Job, eine Veränderung, ein Gefühl von (anderer?) Freiheit, ich möchte Urlaub buchen und mich auf etwas freuen können, ich möchte das Rettungsschwimmerabzeichen und das deutsche Sportabzeichen schaffen, um etwas neues zu versuchen. Ich möchte ganz bald Ostern haben, damit ich wieder Süßigkeiten und Kuchen essen darf. Pfirsich-Streusel-Kuchen, Banoffeepie, Chocolate Fudge Cake, selbstgemachtes Zitroneneis und Clafoutis und wenn ich einen Kirschkern finde, dann wünsch ich mir was...