Donnerstag, 19. November 2009

Tief

Ich fühle mich schwer. Schwer im Kopf und schwer im Herzen.

Der Muckel ist seit 2 Tagen krank (zum Glück nichts Ernstes, bloß eine Erkältung) und hat mir so 2 Tage voller Ruhe, aber eben auch viel Zeit zum Nachdenken beschert. Die Situation auf der Arbeit frisst mich auf. Die Sorge, wovon ich ab Januar meinen Lebensunterhalt bestreiten soll, wenn alles sich so entwickelt wie es sich die letzten Monate herauskristallisiert, macht mir Angst.

Es kostet Kraft, dieses ständige Grübeln. Es kostet Nerven. Es kostet Zeit. Es kostet Lebensfreude.

Und es macht mich wütend -auf eine infantile, bockige Weise, weil ich ja eigentlich weiß, dass niemand die Schuld trägt und dass ich eigentlich in einer nahezu priviligierten Situation im Vergleich zu den Kollegen bin.

Es ist ein mieses Gefühl tief in mir drin. Ich stehe an einer Weggabelung und kenne den richtigen Weg nicht und aus lauter Angst, den falschen zu wählen, bleib ich einfach stehen.

Und warte.

Worauf?

Kommentare:

  1. Es tut mir leid das zu lesen.
    Und ich verstehe es so gut dass man manchmal grübelt und grübelt und dann einfach verzweifeln möchte.
    Die Bettdecke über den Kopf ziehen und die Welt anhalten.
    Ja, ich kenne diese Bockigkeit...

    Halte Dir die Fakten vor Augen:
    Kannst Du überhaupt etwas tun?
    Was kannst Du tun?
    Du sagst, Du stehst an einer Weggabelung.
    Musst Du Dich denn für einen Weg entscheiden?
    Kann einer falsch und einer richtig sein?
    Wenn es so ist, dann schaue Dir beide Wege ganz genau an, wiege die Pros und Cons gegeneinander ab und höre auch auf den Bauch.
    Wenn Du eigentlich gar nichts tun kannst, dann ist das eben so.
    Dann kanns Du nur tun was in Deiner Macht steht und ein warten was das Schicksal mit Dir vor hat.

    Aber ich weiß, es redet sich immer so leicht.
    Jetzt knuddel Dein krankes Kind (ich wünsch ihm gute Besserung)
    mach Dir eine schöne heiße Tasse Tee/Kaffe/Kakao, hör Dein Lieblingslied und tanz einmal durch die Küche. *g* Hilft.

    Ich drück Dich mal.

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  2. Ich danke dir sowohl für deine Worte als auch für den Drücker - beides hat gut getan.

    Man hat immer eine Wahl, ob es danach besser wird, ist die Frage. Am Mittwoch wird eine Entscheidung fallen, von der sicher auch ein wenig abhängt, wie es mit mir weiter geht.

    Fakt ist, wenn der Laden bis März nicht richtig brummt, hänge ich mir zuimdendest ab Herbst noch ein Studium an die Backe. Damit lässt es sich jedenfalls schon leichter leben.

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