Mittwoch, 30. September 2009

Ich will, ich will, ich will!

Unbedingt morgen schon Stieg Larsson`s "Verblendung" im Kino sehen!

Dienstag, 29. September 2009

Der vergessene Muckel

Gestern hat mein Herz geblutet und eines meiner Mütter-Albtraum-Szenarien ist zu bitterer Realität mutiert:

Die Eltern vom Seelenbruder und wir sind direkte Nachbarn und so bietet es sich also an, sich mit dem Hinbringen und Abholen zur und von der Schule abzuwechseln. Wir wechseln im Wochentakt und bisher lief das auch wie am Schnürchen.

Bis gestern.

Gestern war eh ein ganz doofer Tag, der schon ganz doof begann und dabei eigentlich ganz schön werden sollte, weil der Muckel doch das erste Mal zur ganz neuen Judo-AG gehen wollte. Die Turnhalle wo die AG stattfindet, ist aber ein Stück von der Schule entfernt und die AG endet auch schon eine halbe Stunde früher als die reguläre Nachmittagsbetreuung- die Kinder sollen aber von der Halle abgeholt werden und werden nicht wieder zurück in die Betreuungsräume begleitet. Aha. Das Abholen konnte im Vorfeld also schon als problematisch eingestuft werden, vor allem ohne Auto und mit Zeitdruck.

So haben wir (die diese Woche den Bring- und Abholdienst inne haben) uns entschlossen, dass der Mann die Kinder morgens mit dem Auto zur Schule bringt, dieses dann an der Bahnhaltestelle abstellt und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt. Ich sollte nach der Redaktionssitzung pünktlich aus dem Zug und in das Auto umsteigen und die Kinder wohlbehalten von der Turnhalle einsammeln. So war der Plan und soweit war er auch gut, wenn auch zugegebenermaßen leicht kompliziert.

Bis der göttliche (*ironie*) Mann, nachdem er unser Haus verlassen hatte um das andere Kind einzusammeln, auf die glorreiche (*ironie*) Idee gekommen ist, doch ganz spontan den Vater des anderen Kindes zu bitten, die Kinder ganz entspannt und ohne Umsteigen in Busse und Bahnen, auf dem Weg zur Arbeit zur Schule zu fahren. Unter Nachbarn und Freunden hilft man sich ja gerne mal aus und so geschah´s.

Weil die Herren ja gerade so gut am Pläneschmieden waren, haben sie sich- praktisch veranlagt wie sie eben sind (*ironie*)- auch noch darauf verständigt, dass der Opa (!) des anderen Kindes, beide (!) Kinder nachmittags von der Turnhalle abholen würde, da er den Jungen ohnehin bis in den Abend betreuen müsse und deswegen ja sowieso schon mit dem Auto unterwegs ist. So war der Plan und soweit haben wir uns bei der Obhut unseres Kindes noch nie auf wirklich fremde Menschen verlassen. Mir wurde der ganze Plan erst vormittags mitgeteilt, als ich schon keine Möglichkeit des Einspruchs mehr hatte.

Die Realität sah dann folgendermaßen aus: der Mann ist ganz entspannt zur Arbeit gefahren, die Kinder wurden ganz entspannt zur Schule kutschiert, der Nachbar ist ganz entspannt davon ausgegangen, dass der Opa geschnallt hätte, dass er zwei (!) Kinder von der Turnhalle abholen sollte.

Hätte. Hat er aber nicht. Anscheinend.

Als ich um 16:30 Uhr wirklich das Wundern über den Verbleib meines Kindes begonnen habe und bei Mr. Ninivee einen Nachforschungsantrag eigereicht habe, wurde ich mit einem müden milden Lächeln bedacht als er sein Telefon zückte, um besagten Nachbarn anzurufen. "Alles ok." sagte er mir danach mit einem Schultertätscheln, dass die überbesorgte, zur Hysterie neigende Mutter besänftigen sollte. Ein leichter Vorwurf ob des Misstrauen, dass ich anderen gegenüber hege, schwang in seiner Stimme mit, als er sagte, dass ich mir nicht immer so schnell Sorgen machen sollte, "der Opa würde das schon hinkriegen". "Ok", dachte ich mir, "er hat ja recht".

Haha.

Nicht eine Minute später klingelt das Mobiltelefon des selbstsicheren Herren und ich sehe den Namen des Nachbarn auf dem Display aufblitzen. Ich nehme ab und rechne mit einer erneuten Betätigung darüber, dass der Opa das schon hingekriegt hat. Ein verlegenes Räuspern am anderen Ende der Leitung lässt mich dagegen böses ahnen und wie eine kalte Kralle legt sich plötzlich die Angst um meine Brust. "Äh, der Opa hat das irgendwie falsch verstanden. Der hat den Schlüssel vergessen (WAS INTERESSIERT MICH DER SCHLÜSSEL - KOMM ZUM PUNKT!) und hat dann nur den F. abgeholt und jetzt fahren die nochmal nach Hause um den Schlüssel (MICH INTERESSIERT DEIN SCH**ß SCHLÜSSEL NICHT- WO IST MEIN KIND?) zu holen und, äh, der J. müsste dann wohl noch an der Turnhalle sein." "Das ist jetzt nicht dein Ernst?!?!" brülle ich in sein Ohr, während die Angst sich wellenartig in meinem Körper und meinem Kopf ausbreitet. Doch. War es.

Der Opa hat das falsch verstanden. Oder der Nachbar hat es falsch gesagt. Oder was auch immer. Aber mein armes Kind wurde tatsächlich an der verdammten Turnhalle zurückgelassen. Alleine. Er durfte nicht in der Halle warten, sondern saß draußen auf der Treppe und hat bang auf uns gewartet.

Die 10 Minuten, die es gedauert hat bis ich Entwarnung hatte, kamen mir vor wie Stunden.

Ich fühle mich mies. Mies, weil ich mich nicht durchgesetzt habe. Mies, weil ich diesem unbedarften Mann, der hier noch wohnt, anscheinend immer noch nicht klar gemacht habe, was man einem 6 jährigen zutrauen kann (und muss!) und was nicht. Das Kind wusste noch nicht einmal, dass es mit dem Opa fahren sollte. Es ist davon ausgegangen, dass ich es hole, so wie es eben vereinbart war. Deswegen hat es auch nichts gesagt, als der Opa mit dem anderen Kind weggefahren ist.

Nie, nie, nie wieder.

Mittwoch, 23. September 2009

Dienstag, 22. September 2009

Was ich heute kann besorgen...

...lass ich einfach liegen ,-). Ich mache heute etwas für mich sehr ungewöhnliches. Ich faulenze. Gerade in diesem Moment sitze ich im Schlafi mit Kuscheldecke auf dem Sofa und sehe fern, während ich nebenbei diesen Eintrag verfasse. Ein göttliches Gefühl, allein aus dem Grund, dass es etwas besonderes ist.

Gestern spät abends habe ich den ersten Entwurf unseres Katalogs bekommen und ich bin sooo stolz - stolz auf den Grafiker, stolz auf unseren Verlag und nicht zuletzt auch stolz auf mich. Da haben wir ehrlich etwas Großes geschafft. Deshalb belohne ich mich heute. Ich werde max. 3 Stunden arbeiten, ich werde am Vormittag meinen Arzttermin hinter mich bringen, den Haushalt bis auf Kleinigkeiten Haushalt bleiben lassen und ab mittags Besuch von meiner Mutter und meiner Freundin bekommen. Besagte Freundin ist Friseurin und wird in meine honigblonden Haare ein paar dunklere Strähnen zaubern und uns die Haare schneiden. Am Nachmittag sind wir zu einem Geburtstag eingeladen, so dass ich auch nicht kochen muss. Welch himmlische Aussichten für einen gemeinen Dienstag.

Und ihr so?

Montag, 21. September 2009

Wochenend-Report

Hach, das Wochenende war wieder schön! Nach dem ganzen Stress der letzten Woche, habe ich es aber auch inbrünstig herbei gesehnt.

Freitag gab´s Besuch von der weltbesten Mutter (also meiner ;-)). Da haben wir lecker Mohnkuchen mit Schlagsahne verdrückt und mit dem Muckel und dem Seelenbruder hübsche Bügelperlen Kunstwerke erschaffen. Der Mann hat wieder Überstunden gemacht bis in die Puppen (*grummel*), ich habe den Wohnungsputz mal wieder alleine gemacht (*grummel*) und nebenbei die allerbeste Quiche Lorraine in der Laufbahn meiner Koch-und-Back-Karriere gezaubert. Nachdem wir die komplett (!) verputzt hatten, haben wir uns zu viert auf das Sofa gekuschelt und "Ab durch die Hecke" angeschaut- dass die Jungs einen riesen Spaß hatten, muss ich wohl nicht erwähnen?

Am Samstag ist der Mann ganz früh mit seinen Freunden nach Mechernich aufgebrochen und die Jungs und ich haben uns ein opulentes Frühstück gegönnt. Das Wetter war schön, die Kinder haben sich gut verstanden und ich war glücklich - zumindest bis ein drittes Kind dazu kam. Ab diesem Zeitpunkt wurde gestritten was das Zeug hielt, mit dem Erfolg, dass wir tatsächlich eine blutige Nase zu verzeichnen hatten (unsere erste- die Kinder werden groß *seufz*) . Zum Glück ist am Nachmittag eine liebe Freundin mit ihrem kleinen Hündchen zu Besuch gekommen, so dass die Kinder über den Spaß mit dem neuen Spielgefährten ihre Streitigkeiten glatt vergessen haben. Das sommerliche Wetter haben wir bei einem langen Spaziergang noch einmal richtig ausgenutzt.

Abends hat der Muckel beim Seelenbruder übernachtet. Während ich auf den Mann gewartet habe, habe ich mich zum ersten Mal an einem Kartoffelgratin versucht. Das hätte ich schon viel früher ausprobieren sollen, wo ich doch eine solche Kartoffel-Nase bin. Dazu gab es Lamm-Steaks und leckeren Rotwein. Eigentlich wollten wie die Abwesenheit des Muckels ja ausnutzen um etwas zu unternehmen, aber dann waren wir doch so satt und müde, dass wir zu Hause geblieben sind und es uns gemütlich gemacht haben.

Sonntag musste ich mich zum Sport sehr, sehr nötigen, aber ich habe den Schweinehund mit einiger Antrengung besiegt. Obwohl ich schon gestehen muss, dass meine Gliedmaßen sich allesamt bleischwer und ich mich seltsam kraftlos gefühlt habe. Am Nachmittag sind wir mit meiner Mama und dem Muckel ins Kino gegangen und haben uns "oben" angeschaut. Sooo süß der Film! Besonders gut gefallen hat mir aber auch der Vorfilm mit den Wolken (hat das jemand gesehen?) und die Vorschau eines ganz klassischen Disney-Films, der zu Weihnachten laufen wird.

So, und nun sitze ich hier wieder alleine. Der Muckel ist in der Schule, der Mann ist arbeiten und ich mach mich gleich auf den Weg in die jecke Stadt zur Redaktionssitzung. Der allgemeine Wochenwahnsinn eben...

Freitag, 18. September 2009

Mohnkuchen...

...im Ofen und die Sonne im Herzen. Das Leben ist schön!

Szene vor dem Küchenfenster

Kommt ein Vogel geflogen,
Setzt sich nieder auf die Wies´,
Hebt das Schwänzchen nach oben,
Setzt auf die Wiese einen Schiss

Welch idyllisches Bild am Morgen. Gerade beim Kaffee holen beobachtet.

Mittwoch, 16. September 2009

Moody Morning

Scheint mein Motto für heute früh zu lauten. Habt ihr auch manchmal regelrecht infantile Fluchtgedanken? Einfach abhauen, oder noch besser - wieder ins Bett legen und die Decke über den Kopf ziehen und so tun, als ob man gar nicht da wäre?

Ich bin heute mürrisch (welch treffendes Wort, auch wenn es in der Regel kaum in meinem Wortgebrauch auftaucht), bockig könnte man auch sagen. Ich will nicht! Mir wächst dieser verdammte Katalog grandios über den Kopf. Nichts klappt so, wie es sollte. Es mangelt dabei nicht unbedingt an Motivation und Einsatz meinerseits, auch wenn man das nach diesem Eintrag wohl vermuten könnte ;-), sondern an der Mithilfe der anderen Beteiligten. Ich habe bisher kaum Inhalte bekommen und ohne diese gestaltet sich ein Katalog nunmal sehr schlecht.

Am meisten ärgert mich die Tatsache, dass das eigentlich meine absolute Lieblingsarbeit sein könnte, wenn dieser verdammte Zeitdruck nicht wäre. Der Katalog muss nächste Woche in den Druck und ich konnte den Grafiker noch längst nicht ausreichend füttern, als dass er ein komplettes Layout fertigstellen konnte. Also keine Korrekturphase - kein Problem, andere Verlage nehmen sich ja nur dafür schon gut 4 Wochen Zeit. Wir brauchen das natürlich nicht *seufz*.

Haltet die Welt an, ich will aussteigen...

Montag, 14. September 2009

Cadillac, Kirmes und Angriff der Killer-Wespe

Ich habe wieder festgestellt, dass ich schreibfauler werde je zufriedener ich bin ;-). Das soll euer Nachteil nicht sein, deshalb hier ein Bericht über unser turbulentes Wochenende.

Die Arbeit nimmt ein kaum zu bewältigendes Ausmaß an, was ganz maßgeblich daran liegt, dass die Frankfurter Buchmesse spürbar knapp vor der Tür steht und der Mammut-Katalog nicht einmal ansatzweise schon als solcher bezeichnet werden kann. Nun war das konzipieren und anlegen der Seiten meine Tagesaufgabe für Freitag, die es zu erfüllen galt. Ein "schaff ich nicht" oder "das ist utopisch für einen Tag" hätte ich nicht geduldet- ich bin ein strenger Chef ,-).

Das allein wäre ja auch prima zu schaffen gewesen. Viel problematischer waren die zusätzlichen Dinge, die ich (in mal wieder gnadenloser Selbstüberschätzung) geplant habe.

So hatte ich z.B. für 14 Uhr meine damals beste Grundschulfreundin zum Kaffee eingeladen, die ich seit der 4. Klasse nicht mehr gesehen habe. Logischerweise kann man jemanden, den man quasi nicht mehr "kennt" nicht in dem üblichen kreativen Chaos empfangen, so dass zumindest ein oberflächlicher Wohnungsputz vor 14 Uhr unerlässlich war. Ok, ist machbar. Irgendwie. Da war dann nur noch das klitzekleine Problem mit dem Kuchen, der für das erste Klassentreffen des Muckels um 16:30 Uhr gebacken werden musste. So ein Kuchen backt sich ja aber fast von alleine! Fast.

Das Ende vom Lied war, dass ich so am rotieren war, wie wahrscheinlich niemals zuvor. Aber ich hatte um 13:55 Uhr ein Katalog-Konzept, einen Seitenspiegel, eine halbwegs saubere Wohnung, einen gelungen Marmorkuchen und zum Glück auch keinen Schlafi mehr an.

Das Kaffee trinken war schön, aber auch ein wenig befremdlich, da die Konstellation einerseits so vertraut, anderseits schmerzlich entfremdet war.

Im Anschluss waren wir inkl. Papa bei dem Klassentreffen (was relaitv unspannend war) und haben uns danach Essen vom Chinesen gegönnt. Ich glaube, ich wäre auch kaum mehr in der Lage gewesen zu kochen.

Am Samstag waren wir dann auf Deutschlands größter 5-Tages-Kirmes, in deren Mitte ich sozusagen "aufgewachsen" bin. Noch heute werde ich wehmütig, wenn ich an dem alten Haus vorbei gehe. Der Muckel hat viel Spaß gehabt, obwohl das Karussell fahren definitv nebensächlich war. Die größte Freude haben ihm Dosen werfen, Luftballon werfen und Enten angeln bereitet. Und so sind wir satt und glücklich und erstaunlicherweise auch trocken heimgekehrt. Am Abend musste der weltbeste Papa leider noch arbeiten und so habe ich einen DVD-Abend mit mir ganz alleine gemacht.

Ich habe mir "Cadillac Records" mit Adrian Brody und Beyoncé Knowles angeschaut und kann den Film nur wärmstens empfehlen. Er handelt von der Entstehung des Musik-Labels Chess Records, das Größen wie Muddy Waters oder Etta James entdeckt und promoted hat, alles noch zu Zeiten der Rassentrennung. Wer "Ray" gesehen hat und mochte, dem wird dieser Film sicher auch gefallen. Nicht zu verachten ist die großartige Musik.

Sonntag war ich wieder mal tapfer beim Sport, auch wenn ich mich dieses Mal ehrlich dazu nötigen musste. Der Herbst und die Winterträgheit sitzt mir schon in den Knochen. Ich liebe diese Jahreszeit, aber was das angeht, ist sie für mich sehr zum Nachteil. Noch einmal mehr danke ich (wem auch immer) dafür, dass ich Zuhause arbeiten darf und nicht jeden Morgen in dieses fiese Grau und die Kälte muss. Ich bin ein Morgenmuffel, ein waschechter. Ich hasse es aufzustehen. Wenn ich einmal wach bin, dann geht es aber.

Nach dem Sport sind wir mit der weltbesten Oma noch einmal zur weltbesten Kirmes gepilgert und haben die Anwesenheit des dritten Erwachsenen ausgenutzt um selber Karussell zu fahren. Ich liebe das! Das war wirklich ein schöner Nachmittag. Der Muckel war glücklich, weil die Oma keinen Wunsch abschlagen konnte, die Oma war glücklich, weil sie schon soooo lange nicht mehr auf der Kirmes war und wir waren glücklich weil jeder auf seine Kosten gekommen ist. Einfach herrlich.

Getrübt hat unser wohliges Glück zu Hause aber ein für den Muckel wohl traumatisches Erlebnis. Kaum die Türe reingekommen klagt er über ein Kribbeln auf dem Rücken und als wir den Pullover hochgezogen haben um zu sehen was dort ist, hat sich doch tatsächlich eine Wespe in seine Kleidung verirrt. Der arme Kerl hat geschrieen und getobt, war beinahe außer sich. Einen Stich hat er abbekommen. Einen nur, zum Glück. Dennoch war auch dieser schlimm und hat ihm wehgetan. Schlimmer als der Schmerz war aber die Angst. Er hat sich nicht mal mehr alleine zur Toilette getraut vor lauter Angst vor einem erneuten Angriff. Der arme kleine Kerl!

Heute sieht die Welt zum Glück schon wieder besser aus. Der Stich schmerzt nicht mehr und auch die Angst ist abgeschwollen.

So, das war die Geschichte von Cadillacs, Kirmes und der Killer-Wespe.

Montag, 7. September 2009

Und immer wieder Montag

Und eigentlich mag ich den so gar nicht leiden.

Das Wochenende war schön (mit Strom!). Am Freitag habe ich schon alles sauber gemacht und eingekauft, damit das Wochenende auch ein solches sein konnte. Als der Mann von der Arbeit gekommen ist, haben wir uns den kleinen Mensch geschnappt und Essen beim goldenen M und einen Film aus der Videothek geholt. Zu Hause gab´s dann einen DVD Abend mit dem Ja-Sager (der ganz nett, aber nicht so lustig wie erhofft war) und danach sind wir früh ins Bett gegangen und haben das Nichtstun genossen.

Samstag ist der Mann dann ganz früh mit seinen Freunden Richtung Aachen gefahren und der kleine Mensch und ich haben das Alleinsein genossen. War das schön, als wir auf dem Sofa gekuschelt haben und der Kleine "Mama, das ist auch mal schön, wenn wir zwei alleine sind, oder?" gesagt hat. Wir haben etwas gefaulenzt und Spielbesuch gehabt und am frühen Nachmittag sind wir dann mit der weltbesten Mutter/Oma in die Stadt zum Sportfest gefahren. Die Aufführung war etwas chaotisch, aber längst nicht so schlimm und peinlich wie ich erwartet habe. Es hat sogar etwas Spaß gemacht und Geld gab´s zu meinem großen Erstaunen auch noch dafür! Das haben wir dann direkt in Kaffee, Kakao und Kuchen, sowie einen Mini-Transformer investiert. Außerdem habe ich "meine" Stiefel gefunden, die ich wirklich unbedingt haben muss. Ich liebe diese 3 Generationen Tage - das ist so ein schönes Gefühl, dass mir immer erst bewusst wird, wenn wir drei auch alleine sind. Jedenfalls war der Samstag echt ein richtig toller Tag mit der richtigen Mischung aus Ruhe und Unterhaltung und natürlich auch mit den richtigen Menschen. Wäre der doofe Mann nicht am Abend verschollen gewesen (*grummel*)und hätte ich mir deswegen nicht die halbe Nacht Sorgen gemacht (*nochmal grummel*), wäre der Tag perfekt gewesen. Aber glücklicherweise ist der verpeilte Mann ja auch wieder aufgetaucht (um 00:30 Uhr) - er hatte das Handy in einer Seitentasche vom Rucksack und hat eben nicht drauf geschaut.

Gestern war ich dann ganz tapfer bei der Aerobic-Stunde, habe dafür auch über den Tag verteilt 3 Stücke Apfelstreuselkuchen mit Sahne verdückt (lecker!!!) und die restliche Zeit gelesen ("Das Kind" von Sebastian Fitzek), während der kleine Mensch eine Horde von Nachbarskindern zum spielen hier hatte und der Mann am Computer gearbeitet hat. Auch das ist ein schönes Gefühl, wenn jeder seinen individuellen Bedürfnissen nachgeht und wir trotzdem "zusammen" sind.

Und jetzt sind sie weg. Der kleine Muckel ist in der Schule, der Mann ist auf der Arbeit und ich linse gerade auf meinen Schreibtisch und überlege, was ich vor meiner Fahrt zur Redaktionssitzung wohl noch erledigen kann *ganztieferSeufzer*.

Samstag, 5. September 2009

Der lernt´s auch nicht mehr

Der Mann.

Es ist echt so ein ätzendes sch**ß Gefühl, wenn man seit Stunden versucht seinen Partner zu erreichen, der mit den Jungs einen Ausflug in ein weiter entferntes Paintball-Areal macht und ihn einfach nicht an´s Telefon kriegt!

Jetzt sorge ich mich, auch wenn ich weiß, dass schon nichts passiert sein wird. Aber immer gehen mir in solchen Momenten ganz doofe Gedanken durch den Kopf und für ein paar Sekunden weiß ich, wie es sich anfühlen würde, wenn er nicht mehr da wäre. Sch**ße eben.

Hätte ich´s doch gar nicht erst probiert.

Freitag, 4. September 2009

Der Herbst

Der Herbst ist da. Seit wenigen Tagen ist es deutlich kühler, es regnet vermehrt und bei mir kommt eine herbstliche Stimmung kommt auf.

Ich habe wieder Lust auf graue Wollstrickjacken, Strumpfhosen und Make Up in Beerentönen. Die Leichtigkeit des Sommers war traumhaft, aber nun freue ich mich wahnsinnig auf Kerzenlicht, Tee, bunte Wälder und Kuscheln auf dem Sofa. Auf Krimis, Kuchen und Gesellschaftsspiele. Auf Familienzeit, die sich wieder zu Hause abspielt, auf mehr Nähe und das Gefühl von Geborgenheit, wenn man in ein schönes Heim zurückkehrt.

Da, wo der Sommer den Wunsch nach Freiheit und Abenteuer erweckt, entsteht der Wunsch nach Gemeinsamkeit und Gemütlichkeit.

Und nun ereilt mich beinahe eine Art Herbst-Nestbau-Trieb ;-). Ich möchte alles schön und sauber haben und am liebsten umräumen und dekorieren oder sogar streichen. Ich möchte die Lieblingsstiefel zum Schuster bringen, damit sie neue Sohlen bekommen und ich möchte die Kleiderschränke umsortieren, damit die wärmere Kleidung besser zugänglich ist.

Ich freu mich auf einen kuscheligen DVD Abend mit dem Muckel und auf das Wochenende mit leckerem Essen,Sport und natürlich mit dem Mann und dem Muckel.

Hach, das Leben ist schön. Ein schönes Wochenende allerseits!

Donnerstag, 3. September 2009

Greys Anatomy

Was war das nur für ein Staffel-Finale??? Ich habe echt geheult und das nicht zu knapp. Und jetzt soll ich allen Ernstes ein halbes Jahr warten, bis ich erfahre wie es weiter geht? Das fällt definitiv unter seelische Grausamkeit. Sogar der Mann hatte "was" im Auge...

Dienstag, 1. September 2009

Fakt ist auch: Shopping...

... macht nicht nur glücklich sondern auch pleite *wiederseufz*. Aber glücklich (und auch pleite), aber glücklich (und auch pleite), aber...

Fakt ist: Shopping....

...macht glücklich *seufz*.

Ich habe heute eine neue Sporthose und zwei Oberteile erstanden und mich dem Konsum-Genuss vollends hingegeben. Für den kleinen Hunger zwischendurch gab´s noch eine große Sushi-Box und nun sitze ich satt und glücklich auf dem Sofa und bestaune meine Schätze.

Die Schätze waren aber auch nötig, weil Ninivees (Zweit-)Lieblings-Aerobic-Trainer am Wochenende auf einem Sportfest sein Programm auf einer Bühne vorstellen wird und dreimal dürft ihr raten, wer da noch mithampeln soll. Ich schäm mich jetzt schon.