Samstag, 29. August 2009

Flashback

Durch den zuckersüßen Blogeintrag einer anderen Dame, fällt mir gerade eine ganz herzige Anekdote von dem kleinen Menschen ein:

Der kleine Mensch (damals wirklich noch klein) verlangte danach, Kastanien-Tierchen zu basteln. So zog also die gesamte Familie Ninivee los, um im Wald Kastanien, Eicheln und ähnliches zu sammeln.

Mittelmäßig erfolgreich, aber glücklich und voller Basteldrang nach Hause gekehrt, haben wir uns alle am Tisch versammelt um die begehrten Figuren zu basteln. Der kleine Mensch sitzt im Hochstuhl und versucht hochkonzentriert und verdammt ehrgeizig ein Tier aus Kastanien und Zahnstochern zu erschaffen, was (wie jeder weiß, der das schonmal probiert hat) alles andere als einfach ist.

Nach gefühlten 100 Minuten mumelt der kleine Kerl mit ganz zerknirschtem Gesichtsaudruck irgendwas in seinen imaginären Bart. Auf mein Nachfragen wurde das Gemurmel lauter und erhob sich sogar zu einer Art unverständlicher Klage. "Was sagst du da?" frage ich noch einmal.

Da schaut er mich mit seinen großen, grünen Augen ganz verzweifelt an und spricht im Brustton der Theatralik "Ich trig die Triese."

Candle Ligth Night

War hier gestern Abend.

Endlich Freitagabend, endlich steht das Wochenende vor der Tür, endlich ist die Familie zusammen und für sich.

Der kleine Mensch hat draußen gespielt, während der Mann und ich uns ein leckeres Reh-Ragout in Rotweinsauce gekocht haben. Es gab eine berufliche Veränderung zu feiern und wir haben uns das gute Essen und den Rotwein (für den Knirps natürlich Wasser im Weinglas) munden lassen.

Zu späterer Stunde wollte ich das Kind bettfertig machen und noch eine Geschichte vorlesen. Zum Vorelsen kuscheln wir uns immer schon ins Bett und dabei trinke ich gerne eine Tasse Kaffee. Ein solches Bedürfnis habe ich also auch gestern verspürt und so habe ich beim Mann schonmal den Kaffee geordert, den dieser auch bereitwillig zubereiten wollte.

Und so geschah es, dass um 20:45 Uhr, beim Druck auf den Knopf für 2 Tassen Kaffee unserer Senseo Maschine, auf einmal die Welt um uns herum in Dunkelheit versank.

Sicherung rausgeknallt - na klar, dachten wir. Dachten wir. Um das ganze ein wenig abzukürzen, löse ich direkt mal auf: es war nicht nur die Sicherung und wir konnten uns nicht selber helfen. Der Hausmeister war nicht zu Hause, der Elektro-Notdienst hatte das Handy ausgeschaltet und kein handwerklich begabter Mensch in unserem Bekanntenkreis war erreichbar (dummerweise kennen wir echt wenige Handwerker, dafür umso mehr technisch-legasthenische Akademiker).

Wir haben den kleinen Mensch dann bei Kerzenlicht zu Bett gebracht, haben bei Kerzenlicht zusammen gesessen und die In Touch gelesen und sind auch bei Kerzenlicht eingeschlafen (ich zumindest). Wie romantisch, nicht wahr?

Der heutige Morgen war aber leider alles andere als romantisch. Es gab keinen Kaffee, kein antändiges Frühstück und auch kein Festnetztelefon (ist euch eigentlich bewusst, für wie viele Dinge man wirklich Strom benötigt?). Der Notdienst (ein anderer) kam aber schnell und war sehr kompetent und freundlich. Der Fehler war schnell gefunden (der FI-Schalter hatte den Geist aufgegeben) und konnte behoben werden (keine leichte Sache an einem Samstagvormittag ein Ersatzteil zu bekommen). Der "Spaß" hatte aber leider mit 210,- auch einen recht stolzen Preis.

Und so ging heute um 10:34 Uhr das gewohnt komfortable Leben des 21. Jahrhunderts weiter seinen Gang. Nur von einer treuen Weggefährtin mussten wir uns verabschieden - unserer Senseo, der dummen Kuh, die uns das alles eingebrockt hat.

So sind wir dann frohen Mutes losgezogen um einen würdigen Nachfolger auszuwählen. Nun haben wir ein schönes, schwarzes Gerät (mit mittelstolzem Preis) in der Küche stehen und genießen den stromreichen Tag und den guten Kaffee. Schön ist das Leben, wenn auch heute sehr teuer ;-).

Mittwoch, 26. August 2009

Chronische Unlust

Ich habe die ganze Woche sooo viel zu tun und ich mag einfach nicht. Ich möchte Urlaub haben und faulenzen dürfen und keinen Katalaog erstellen, Portale mit Inhalten versorgen und Manuskripte lesen. Ich mag keine neuen Projekte planen, sondern einfach nur liegen und schlafen.

Unmotiviert nennt man das wohl. Oder faul. Oder müde.

Ich will Wochenende *heul*!!!

Montag, 24. August 2009

Heute vor 8 Jahren

haben wir zum ersten Mal geknutscht *grins*.

Und auch, wenn ich danach erstmal gar nicht so sicher war, dass es mit uns beiden passt. Und auch, wenn du dich die Monate vorher ganz schön ins Zeug legen musstest, um mich überhaupt zu einem Date zu überreden. Und auch, wenn ich dich manchmal ganz schön verfluche und zum Teufel wünsche - ja, auch genau dann, bin ich so unendlich froh, dass es dich gibt, dass ich dich habe und dass wir schon so viele schöne gemeinsame Jahre miteinander verbringen durften.

Auf unser 8 Jähriges, Schatz!

Freitag, 21. August 2009

Eisern

war ich heute den ganzen Tag und habe nix, ehrlich nix Unnötiges in mich reingestopft, weil doch morgen die Gala ist und man in meinem Kleid wirklich jedes Grämmchen prima begutachten kann.

Und jetzt? Jetz hab ich den Mann doch gerade angerufen und ihn um einen Zwischenstop beim goldenen M gebeten, weil ich einen irren Heißhunger auf Cheeseburger habe *grummel*.

Na dann mal guten Appetit.

Donnerstag, 20. August 2009

Fakt ist auch: Käsekuchen...

...essen und den ganzen Tag nur auf dem Hintern sitzen macht nicht nur glücklich, sondern auch fett. Ich geh dann mal zum Sport *grummel*.

Mittwoch, 19. August 2009

Fakt ist: Käsekuchen...

... essen und Listen erstellen machen glücklich. Seid ihr eigentlich auch solche Ordnungsfanatiker und Listenfreaks?

Der kleine Muckel ist in der Schule

*schnief* und ich bin heute sowas von sentimental.

Die Einschulungsfeier gestern war sehr schön. Der Gottesdienst, die Feier in der Schule, die erste Schulstunde, der Besuch in der Nachmittagsbetreuung, die Schultüte und die Geschenke, das Mittagessen mit allen Großeltern in dem Restaurant an der Sieg und das anschließende Steinewerfen in den Fluss haben dem kleinen Menschen gestern viel Spaß gemacht. Es war wirklich ein schöner Tag, genau so, wie er sein sollte. Und ich hab auch gar nicht geheult. Gestern. Heute schon.

Ein wirklich komisches Gefühl ist es, wenn der kleine Kerl sich zum ersten Mal mit allen Utensilien bewaffnet und sich vom Papa zur Schule bringen lässt. Nun sitzt er da und gleich beginnt die erste Musikstunde seines Lebens, Religion hat er schon hinter sich (" Mama, aber ich glaub doch gar nicht an Gott" begleitet von einem empörten Gesichtsausdruck), nach dem gestrigen Gespräch beim Abendessen waren wir uns aber einig, dass kein Mensch auf der Welt sich über die Existenz/Nicht-Existenz von Gott oder dem Weihnachtsmann sicher sein kann (an den glaubt er nämlich sehr wohl) und dass es sich lohnt, sich erstmal zu informieren, bevor man sich dazu eine Meinung bildet.

Nun liegt noch ein langer, schrecklich stiller Tag vor mir. Die Ferienzeit ist vorüber, der Mann ist seit heute wieder arbeiten, der kleine Mensch ist in der Schule und ich sollte diesen riesen, riesen, riesen Berg Arbeit auf meinem (home office-) Schreibtisch angehen (ein Hoch auf die Selbstständigkeit!) und kann an gar nichts anderes denken, als an meinen kleinen Kerl und wie es ihm wohl geht. Ich bin sicher, er wird Spaß haben. Ich bin sicher, er packt das ganz prima. Ich bin sicher, dass eine ganz tolle Zeit für ihn anbricht.

Und dennoch blutet mein Herz.

Samstag, 15. August 2009

Schon wieder Wochenende

Und ich genieße die Stille. Der kleine Mensch spielt draußen, der Mann ist in der Stadt und besorgt Geschenke für die Einschulung am Dienstag. Und ich, ich versuche verzweifelt den Rand meines 1000 Teile Puzzles mit dem Anlitz von da Vinci´s Mona Lisa fertig zu kriegen. Nicht lachen! Das ist auch für passionierte Puzzler kein leichtes Unterfangen, aufgrund der ganzen Brauntöne.

Die letzten Tage waren wieder relativ turbulent (was meinem Seelenleben zuzuschreiben ist) und langsam frage ich mich wirklich, ob ich mitten in einer Art Midlifecrisis stecke, die mich dazu treibt alles, aber auch wirklich alles, an meiner Beziehung in Frage zu stellen (die StudiVZ Gruppen "Zufrieden sein ist nicht mein Stil" und "Ich bin nicht kompliziert sondern eine Herausforderung" könnten also eigens für meine Wenigkeit erfunden worden sein). Da ist aber definitiv etwas, was dem Mann hoch anzurechnen ist: er erträgt mich mit eiserner Geduld, ohne zu murren und zu klagen. Dieser beziehungstechnische Seegang hat sicher auch Vorteile, zumindest macht er ganz klar, dass wir uns keinesfalls egal sind. Der gestrige Abend war jedenfalls sehr schön und wir waren uns sehr nah.

Heute Abend geht´s auf eine Motto-Party (gibt´s sowas wirklich noch?) meines Geschäftspartners und ich bin noch völlig uninspiriert, was mein Outfit angeht. Der Mann weiß noch gar nichts von seinem Glück - der wird auch erst im Auto informiert, sonst meldet er sich nämlich krank ;-). Das Motto ist der Jahrgang ´69 und das einzige, was mir einfällt, wäre in der Tat ein Raumanzug (nicht partytauglich), der zumindest bei unserem Sohn bestimmt prima ankäme.

Weitere Ideen oder Vorschläge zu einem Motto-Party-tauglichen Kostüm, in dem man sich sowohl in der Gesellschaft verkleideter Partygäste als auch in der von unverkleideten Geschäftspartnern/ Kunden nicht lächerlich fühlt, sind mir hoch willkommen.

Dienstag, 11. August 2009

Der Wrestler

Warum um Himmelswillen wurde dieser Film so gehyped??? Ich bin ehrlich enttäuscht. Das einzig gute an dem Film war wirklich Mickey Rourke, aber das wohl auch nur, weil er quasi sich selbst gespielt hat.

So platte, oberflächliche Dialoge. Solch eine Vorhersehbarkeit. So extrem klischeehafte Charaktere und lieblose Plattitüden. Nicht empfehlenswert.

Montag, 10. August 2009

So far...

Nachdem ich mich die letzten Tage eher sporadisch zu Wort gemeldet habe, kommt hier mal ein kleines Update.

Die Arbeitssituation hat sich deutlich verbessert, auch wenn wir in Zukunft tatsächlich mit einem Gesellschafter weniger auskommen werden/ wollen. Die Ungewissheit hat jedenfalls ein Ende und ich kann mich wieder meiner eigentlichen Arbeit widmen, was sich ehrlich gut anfühlt. Es stehen viele interessante Projekte an und auch der Messekatalog muss nun in Angriff genommen werden. Ich mag es gerne, einen guten Zeit- und Projektplan zu haben, vor allem wenn beide gut gefüllt sind.

Privat läuft´s gerade auch relativ rund. Durch die immer wieder aufkeimenden Streitigkeiten der letzten Zeit, achte ich vermehrt darauf, nicht so viel in mich rein zu fressen und evt. Störfaktoren direkt anzusprechen und nach Möglichkeit zu eleminieren. Das führt dazu, dass nicht alles rosarot und eitel Sonnenschein ist, aber zumindest reden wir miteinander und stellen auch eine Entwicklung fest. Mir ist jedenfalls klar geworden, dass ich 1.) zu viele Kompromisse eingehe, bei Sachen die mich ehrlich stören, aber mich auch 2.) zu sehr in den Kram des Mannes einmische, der mich eigentlich nix angeht. Beides sicher nicht leicht zu ändern, aber definitiv einen Versuch wert.

Der kleine Mensch ist wundervoll wie eh und je. Er freut sich schon riesig auf seine Einschulung nächste Woche und hat die Schule auch bitter nötig. Er liest und grübelt über die verschiedensten Sachen, dass einem das Herz aufgeht. Am Freitag hat er das erste Mal freiwillig und auf seinen ausdrücklichen Wunsch bei der Oma genächtigt, so dass wir einen kinderfreien Abend hatten, den wir sehr schön verbracht haben. Erst haben wir beim Spanier 0,5 L Sangria und 1 kg Gambas mit dreierlei Aioli vertilgt und uns danach Harry Potter auf der Leinwand zu Gemüte geführt. Danach sind wir heim gefahren und haben angefangen uns gegenseitig den letzten Band vorzulesen. Das war wirklich schön *schwelg*.
Der kleine Mensch hat derweil bei Oma all das gemacht, was die langweiligen Eltern nicht erlauben.

Er hat in den 19 Stunden mit Oma:
- 5 Pfannkuchen
- eine halbe Tüte Chips
- Popcorn
- 3 Pixar Filme
- eine halbe Flasche Fanta
- sowie zwei ausgiebige Schaumbäder (inkl. Schaumbärten, -hüten und -brillen)

genossen. Der Spaß war also auch auf dieser Seite groß ;-). Am Samstag kam er mittags samt Oma nach Hause und war ziemlich glücklich und müde. Wir haben dann gemeinsam eingekauft und uns auf den Besuch vom Ninivee Bruder eingestimmt. Dafür haben wir eine leckere Lachs-Lauch Quiche und einen Mohn-Kastenkuchen gebacken und viele, viele, viele andere Leckereien besorgt. Der Abend mit dem Ninivee Bruder samt Freundin (die tatsächlich den gleichen Namen trägt wie ich) war einfach nur schön! Der Seelenbruder vom kleinen Menschen war auch dabei und blieb als Übernachtungsgast. So hatten wir 5 Erwachsene und 2 Kinder an einem wirklich reichlich gedeckten Tisch und hatten einen tollen Abend. Wie gut es tut, Familie zu haben.

Am Sonntag habe ich mich dann brav zum Sport geschleppt - ich hatte es auch bitter nötig nach der ganzen Fresserei- und den restlichen Tag wurde gefaulenzt (was auch bitter nötig war).

Und heute war er dann wieder da, der Ernst des Lebens. Hallo Ernst, dann mach´s dir für die nächsten 4 Tage mal bequem ;-).

Samstag, 8. August 2009

Dienstag, 4. August 2009

Albtraum

Ein regelrechter Albtraum ist das, was im Büro langsam Formen anzunehmen scheint. Nach so viel Arbeit, Herzblut und Kraft, die ich resp. wir investiert haben, sieht alles nach einem Scheitern auf der ganzen Linie aus. Es schmerzt.

Montag, 3. August 2009

Der Wochenwahnsinn

...hat heute wieder seinen Lauf genommen. In der Firma gibt es heftige Turbulenzen, die den Ausgang noch nicht absehen lassen. "Böse" emails wechseln die Postfächer, Unterstellungen und Anschuldigungen schlagen einen Weg ein, der eine Umkehr scheinbar unmöglich macht. Evt. wird aus einem 5er Gespann bald ein Quartett - was, bei genauerer Überlegung, nicht unbedingt von Nachteil sein muss. Erstaunen lässt mich, wie Männer im besten Alter auf einmal wieder zu eher kindlichen Gebaren greifen. Jedenfalls bin ich sehr, sehr froh, dass ich zumindest in die Streitigkeiten höchstens sekundär integriert bin.

Gemeinerweise muss ich gestehen, dass mir das Ganze Tohuwabohu zumindest im Privaten zu Gute kommt, da ich so nun doch zu ein paar Tagen Extraurlaub mit den Männern komme. Ist ja auch nicht schlecht ;-).